Reiseberichte

 

 

Auf den Spuren von Richard Löwenherz: der Freundeskreis Buch und Kunst unterwegs in die Pfalz.

Am Freitagmorgen (25.3.2018) bestiegen wir  bei nasskaltem Wetter den Bus, der uns übers Wochenende in die Pfalz bringen sollte. Dr. Westfehling entführte uns schon im Bus ins tiefe Mittelalter des 12. und 13. Jh. Er schlug den Bogen über Robin Hood, Ivanhoe und die Magna Charta zu Richard Löwenherz und dessen drei Kreuzzügen. Wie wir feststellen konnten, als wir uns in Speyer im Historischen Museum in der doch sehr umfangreichen Ausstellung befanden (viele Bilder, Zahlen, Skulpturen und sonstige Artefakte), stellte sich diese Einführung als überaus nützlich heraus . Zuvor jedoch besuchten wir die Dome in Worms und Speyer.
Der Wettergott sollte bis zum Ende unserer Reise Einsehen mit uns haben und versorgte uns mit dem von unserer Reiseleiterin (Frau Krumm) bestellten Wetter: Die Sonne begann zu scheinen.
Nach Speyer ging es weiter zu unserer Unterkunft in Maikammer und zum traditionell gemeinsamen Abendessen, wo wir den Tag noch einmal Revue passieren lassen konnten.
Der Samstag sah uns - erneut bestens vorbereitet und eingestimmt durch Dr. Westfehling - vorbei an noch zaghaft blühenden Mandelbäumen – auf der Reichsburg Trifels bei Annweiler (in der Staufer Epoche Zentrum der kaiserlichen Macht im deutschen Teil des Reiches),  auf der wir, nach einem kurzen Aufstieg, im Rahmen der Führung die Innenräume ((Burg unbeheizt und Mauern 2m(!) dick)) und den „Kerker“ von Richard Löwenherz in Augenschein nahmen. Als König ging es ihm während seiner Gefangenschaft allerdings nicht schlecht und er war nicht im Winter inhaftiert!
Auf der Weiterfahrt zum Schloss „Villa Ludwigshöhe“ kehrten wir kurz im Essig-Hof in Venningen ein. Dessen Motto: „Zeit für saure Sinnlichkeit“ manifestiert sich in 52 (in Worten: zweiundfünfzig) verschiedenen Essigkreationen. Darunter auch eine, die sich „Vatermörder-Patricide“ nennt... Die Väter in unserer Reisegruppe verzichteten geschlossen auf eine Probe.

 


 

Aussichtsplattform Aussichtsplattform
Dom zu Speyer Dom zu Speyer

Die Führung durch das teilweise renovierte Schloss "Villa Ludwigshöhe" erinnerte  an die Verbindung Pfalz-Bayern . Es wurde 1846 durch Ludwig I. von Bayern nach italienischem Vorbild erbaut; er besuchte das Schloss allerdings nur alle zwei Jahre und brachte jedes Mal den notwendigen Hausrat, Möbel und die erforderlichen königlichen Utensilien mit. Leider war die Max Slevogt Ausstellung (deutscher Impressionismus) im Schloss noch nicht für die Öffentlichkeit zugänglich. Aber aufgeschoben ist bekanntlich nicht aufgehoben...
Sonntag: Rückfahrt über die „Mariä-Schmerz-Kapelle“ in Maikammer-Alsterweiler mit ihrem Altarbild Triptychon, erneut bestens und detailliert erklärt durch Dr. Westfehling. Wieder einmal wies er uns auf Details hin, die wir bei einer „normalen“ Betrachtung sicher übersehen hätten.

Hambacher Schloss Hambacher Schloss

Weiter zur Wiege der deutschen Demokratie: Schloss Hambach mit einer kurzweiligen und äußerst informativen Führung. Der Blick  vom Schloss ist wahrhaft spektakulär: Bei klarem Wetter sieht man 10% der Bundesrepublik, wir mussten uns aufgrund der etwas diesigen Wetterlage mit 7% begnügen.
Unser Fahrer stellte in den engen Gassen der Pfalzorte und auf den schmalen Anstiegen zu Trifels und Hambach im großen Reisebus mit Zentimeterarbeit wieder einmal Routine und Können unter Beweis und brachte uns  schließlich - wie üblich -  sicher und pünktlich nach Hause.
Peter Wamser

Reisebericht der Reise in den Osten

"Einmal deutsch-polnische Grenze und zurück".

 

Der „Freundeskreis Buch und Kunst“ war vom 11.-16. 2017 Juli auf einer Kunst- und Kulturreise in der Lausitz mit Schwerpunkt „Die Gärten, Schlösser und Museen des Fürsten von Pückler und verschiedene Kirchen“. Die kulturelle Leitung hatte Dr. Westfehling.

In Hannover-Herrenhausen machten wir einen Spaziergang durch den Georgengarten.

Danach ging es weiter auf der A2 (im Volksmund: Warschauer Allee) an

Magdeburg und dem ehemaligen Grenzübergang Marienborn nach Königs Wusterhausen (Jagdschloss) in Brandenburg.

Am späten Nachmittag bezogen wir unser Domizil für die nächsten Tage im SeeHotel in Großräschen in der Lausitz.

Mittwoch: „Fürst-Pückler-Museum“ mit Park und Schloss in Branitz. Später Cottbus mit Besichtigung der geschichtsträchtigen Nicolai Kirche. Der geplante Stadtrundgang fiel wegen Regens aus. Übrigens die einzige geplante Unternehmung, bei der der Wettergott nicht mitspielte.

Bei der Besichtigung der evangelischen Kirche am Donnerstag in Straupitz waren wir vom Kirchenbau des Architekten Schinkel beeindruckt.

Die anschließende Spreewaldkahnfahrt mit Grillpause war wie ein Tag Urlaub. Selbst die Schnaken und Mücken hielten sich zurück.

Der Freitag sah uns in Bad Muskau, wo wir das wundervoll restaurierte Schloss und dessen Park besichtigten (ein Teil per Kutsche) und bei einer Neisse-Brückenüberquerung Polen einen Kurzbesuch abstatteten. Ein Großteil des gepflegten Parks liegt in Polen.

Görlitz im Sonnenschein, die evangelische Dreifaltigkeitskirche, die Peterskirche und der schlesische Tippelmarkt mit seinen Töpferwaren standen am Samstag auf dem Programm.

Die Rückfahrt ging vorbei an Dresden nach Zwickau und dem dortigen „Max-Pechstein-Museum“.

Der „Westen“ empfing uns mit sonntäglichen Staus, von denen wir nur einen nicht umfahren konnten. Können und Routine unseres „Lieblings-Busfahrers“ sorgten erneut für eine entspannte Hin- und Rückreise und eine gute Ankunft in Neunkirchen-Seelscheid.

 

Peter Wamser

Beisitzer Presse- und Öffentlichkeitsarbeit